Projekt

Die Rechtsvorgängerin der EEV OWP Skua GmbH beantragte schon 2008 die Genehmigung für einen Offshore-Windpark (OWP) in der Ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) der Nordsee. Die Genehmigungsbehörde, das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie überführte das Genehmigungsverfahren später aufgrund einer Gesetzesänderung in ein Planfestellungsverfahren. Dieses Gebiet nutzt die Bundeswehr seit 1974 für militärische Übungen.

Der OWP Skua passt aufgrund

  • seiner relativ geringen Entfernung zur Küste (rund 85 km),
  • der relativ geringen Wassertiefe (38 m ohne nennenswerte Tiefenunterschiede innerhalb des Projektgebietes),
  • dem hohen Erzeugungspotential (etwa 400 MW, die durch 80 Windenergieanlagen mit je 5 MW-Turbinen realisiert werden könnten)
  • und der Nähe zu Netzanschlussmöglichkeiten

bevorzugt zu den Kriterien der Bundesnetzagentur und des Bundesfachplan Offshore Nordsee (BFO-N). Den BFO stellt das BSH im Einvernehmen mit der Bundesnetzagentur auf. Das OWP Skua-Projekt ist damit auch aus volkswirtschaftlicher Sicht günstiger als viele andere, im Verfahrensstand möglicherweise weiter voran geschrittene Projekte.

Der geplante OWP Skua liegt in der westlichen Deutschen Bucht („östlich Austerngrund“) innerhalb der deutschen Ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ). Der Standort befindet sich nördlich der Verkehrstrennungsgebiete German Bight Western Approach und Terschelling German Bight, in ca. 22 km bzw. 60 km Entfernung. Er umfasst, exklusive der Sicherheitszone, eine Fläche von rund 63 km2.

V+Vogelschar.41.orig

Gemäß § 5 Abs. 6 Nr. 1 SeeAnlV käme die Planfestellung nicht in Betracht, wenn der OWP Skua die Sicherheit der Landes- und Bündnisverteidigung tatsächlich erheblich beeinträchtigte.
Umfangreiche rechtliche und militärische Untersuchungen zeigen aber, dass die Einrichtung und der Betrieb des OWP Skua am beantragten Standort zwar militärische Interessen betrifft. Das Militär (Marine und Luftwaffe) kann aber eine Betroffenheit des Landes- und Bündnisverteidigung in erheblichem Maß nicht belegen. Damit steht dem weiteren Verfahren aus unserer ausführlich begründeten Sicht nichts im Weg.