Windenergie auf See hat Zukunft

Der Ausbau der Windenergie auf See entwickelt sich dynamisch. Immer mehr Windparks gehen ans Netz. Gleichzeitig sinken die Kosten.

Dazu passt die Nachricht in der ZEIT: In der Bevölkerung ist Kohle noch unbeliebter als Atomkraft. 95% der Deutschen wollen keinen Kohlestrom mehr.

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Allein im ersten Halbjahr 2015 stieg die Windenergieerzeugung an Land und auf See um 40% gegenüber dem Vorjahr. In diesem Zeitraum gingen 442 Windenergieanlagen (WEA) mit 1.765 MW Leistung neu ans Netz. Seitdem geht die Erfolgsgeschichte weiter: In der Nordsee ging im Juli der Offshore Windpark (OWP) Trianel Borkum mit 80 WEA und 400 MW Leistung ans Netz, im August der OWP Butendiek der WPD mit 80 WEA und 288 MW Leistung und im September der OWP Global Tech 1 mehrerer Stadtwerke mit 80 WEA und 400 MW Leistung. In der Ostsee folgte im September der OWP Baltic 2 der EnBW mit 80 WEA und 288 MW Leistung.

Diese große Zahl an erfolgreichen Projekten erlaubt es der Industrie, große Fortschritte in Technologie und Logistik zu machen. Gewinner sind nicht nur die Investoren, sondern alle Stromverbraucher. Denn damit wird Windenergie auf See immer wettbewerbsfähiger. Dieses stellte kürzlich auch die große Zertifizierungs- und Beratungsgesellschaft DNV GL fest. Auf einer Fachtagung in Hamburg sagte der Executive Vice President Andreas Schröter: Offshore-Windstorm entwickelt sich rasch und wird künftig kaum noch von Subventionen abhängen.

Verfasst von Reinhard Stuth